Gudrun Kofler – Schützen-Mitglied, Netzwerkerin, Politikerin (Süd-Tiroler Freiheit, FPÖ) – spricht nach der „Like“-Affäre von einem „Fehler“. Jedoch war das kein Einzelfall: Sie fällt sie immer wieder durch rechtsextreme Kontakte auf.
IN KÜRZE: Die „Like-Affäre“ um Gudrun Kofler (STF, FPÖ) sorgt für Aufsehen. Kofler „gefiel“ das Foto eines US-Neonazis mit einer verbotenen „Schwarzen Sonne“. Kofler ist in der Leitung der Südtiroler Freiheit und FPÖ-Abgeordnete im Tiroler Landtag. Koflers rechter Daumen ist kein Einzelfall: Sie fällt wiederholt durch rechtsextreme Kontakte auf. Wir fordern Konsequenzen! Kein Fußbreit für Rechtsextreme!
KOFLERS LIKE: KEIN EINZELFALL
Gudrun Kofler spricht nun von einem „Fehler“, so etwas werde ihr „nicht noch einmal passieren“. Nur: Es ist nicht das erste Mal, dass ihr Daumen ausrutscht. Sie fällt immer wieder durch Kontakte in die rechtsextreme Szene auf.
Gudrun Kofler wird mehrfach im österreichischen Rechtsextremismusbericht 2024 des DÖW erwähnt. Neben Interviews und Beiträgen in rechtsextremen Zeitschriften war sie in den vergangenen Jahren auf mehreren rechtsextremen Vernetzungstreffen.



KOFLER UND RECHTSEXTREME GRUPPEN
Die rechtsextreme Haymon-Gruppe lud 2023 zu einem Vernetzungstreffen nach Schwaz. Mit dabei: Fabian Walch und Gudrun Kofler, beide FPÖ Tirol. Einer der Vortragenden war der umtriebige Rechtsextremist und bekennende Rassist Erik Ahrens.
Die Österreichische Landsmannschaft wird vom DÖW als rechtsextrem eingestuft. Gudrun Kofler trat 2024 als Rednerin bei einer Veranstaltung der ÖLM in Wien auf.
KOFLER UND DIE BURSCHENSCHAFTEN
Kofler ist im burschenschaftlichen Milieu gut vernetzt. Sie folgt über 50 Burschenschaften auf Instagram. Viele von ihnen sind laut Expert:innen rechtsextrem geprägt, etwa die Wiener Burschenschaft Olympia.
Im September 2023 trafen sich in Südtirol/Marling rund 100 Personen aus überwiegend rechtsextremen Burschenschaften des Verbands Deutsche Burschenschaft. Beim Treffen waren neben Otto Mahlknecht und Michael Demanega (Freheitliche) auch Melanie Mair und Gudrun Kofler (STF) mit dabei.
Die Burschenschaft Gothia Salzburg vertritt völkisch-nationale Ideen und unterhält Kontakte zu rechtsextremen Identitären. Gudrun Kofler trat 2024 als Rednerin bei einer Veranstaltung von Gothia und Freiheitlichen Akademikern in Salzburg auf.



KOFLER UND RECHTE MEDIEN
Im Juni 2024 erschien in der rechtsextremen Zeitschrift „Eckart“ ein Interview mit Gudrun Kofler. Kofler bekannte sich dabei zu einem „tiefen Nationalbewusstsein im Sinne von der deutschen Volksgemeinschaft zugehörig“.
Der Heimatkurier war bis 2025 eine Zeitschrift aus dem Umfeld der rechtsextremen Identitären. Gudrun Kofler schrieb nachweislich ab 2022 mehrfach selbst Beiträge, gab Interviews und teilte Artikel in ihren Kanälen.
„LIKE“-AFFÄRE: WAS IST PASSIERT?
Gudrun Kofler hat im Juni auf Instagram das Foto eines gewalttätigen US-Neonazis mit „Gefällt mir“ markiert. Er bezeichnet sich selbst offen als Faschist: „Documenting my fascist odyssey“, steht in seiner Profil-Bio.
Das gelikte Bild zeigt sein Tattoo: die Schwarze Sonne, ein in Österreich verbotenes NS-Symbol und Erkennungszeichen von Rechtsextremen. Nun ermittelt die Innsbrucker Staatsanwaltschaft.



WER IST GUDRUN KOFLER?
Gudrun Kofler sitzt in der Parteileitung der Südtiroler Freiheit. Seit 2022 ist sie Abgeordnete der FPÖ im Tiroler Landtag. Sie ist Schützen-Mitglied. Kofler ist das „Bindeglied“ im Bündnis zwischen Südtiroler Freiheit und FPÖ. Innerhalb der FPÖ gehört sie zum rechts-nationalen Flügel.
Koflers Kandidatur Tirol 2022 sorgte laut Salto.bz parteiintern für Kritik: „Weil Kofler privat mit dem Parteisprecher Fabian Walch liiert ist, üben die FPÖ-Bezirksparteichefs Kritik an Koflers Wahl.Wie die TT am Mittwoch berichtet, ist in diversen Schreiben an die Partei von ‚Freunderlwirtschaft‘ die Rede – und davon, dass die ‚Richtigen an die Futtertröge‘ kämen, die ohnehin schon von der Partei bezahlt würden.“
KEIN FUSSBREIT DEM FASCHISMUS!
Die wiederholten rechtsextremen Eskapaden von Gudrun Kofler dürfen nicht länger folgenlos bleiben! Das sind keine Ausrutscher, sondern gezielte Versuche, den Diskurs nach rechts zu verschieben. Es ist Zeit für eine lautstarke, unmissverständliche Antwort aller antifaschistischen Kräfte: Wir müssen klare Kante zeigen, Konsequenzen einfordern und unsere Werte offensiv verteidigen. Kein Fußbreit dem Faschismus!



























